Sandra Buczek
Veröffentlicht am in Apps, User Experience

Zu Gast bei Microsoft in Redmond

Microsoft denkt um – das merkt man bereits daran, dass Windows 10 sehr früh im Rahmen eines Insider Programms gemeinsam mit Entwicklern und anderen Friendly Usern getestet und kontinuierlich weiterentwickelt wurde. Auch Partnerschaften mit Design-Agenturen, wie der unseren, gewinnen bei Microsoft immer mehr an Bedeutung. So wurde ich Ende Mai, zusammen mit anderen Vertretern ausgewählter Partner-Agenturen aus Deutschland, nach Redmond eingeladen, um aus erster Hand Informationen rund um Windows 10 zu bekommen.

In den drei sehr aufschlussreichen Tagen in Redmond standen Sessions zu unterschiedlichen Windows 10 relevanten Themen auf der Agenda, die mir bereits vor der Veröffentlichung einen tiefen Einblick in das neue Soft- und Hardware Universum gewährt haben. Dieser Einblick hilft mir bereits zum jetzigen Zeitpunkt, unsere Kunden bei Windows Projekten besser unterstützen zu können. Denn uns stehen dadurch weitergehende Information und direkte Ansprechpartner bei Microsoft für die Beantwortung von Fragen zur Verfügung. Auch vor Ort wurde stets deutlich, dass Microsoft sehr an einem offenen Austausch mit Kreativ-Agenturen interessiert ist und den direkten Dialog mit uns sucht. Ich durfte ausprobieren, nachfragen und diskutieren, wurde ausgiebig und direkt von Produktexperten informiert, habe ein Gefühl für die Beweggründe und Entstehung von Themen aus erster Hand bekommen und viele Sichtweisen kennengelernt. Ich wurde auf dem riesigen Campus herumgeführt und musste mir eingestehen, dass die Essensausgabe in einer Cafeteria schnell zum Intelligenztest werden kann.

Leider gab es keine Gelegenheit, die HoloLens live auszuprobieren. Stattdessen hatte ich jedoch unerwartet viel Spaß beim testen des neuen Surface Hub, einem 84 Zoll großen, sehr direkt und performant funktionierendem 4K Touch Display, das vor allem im Kontext von Konferenzräumen mit Apps rund um Produktivität und Kreativität mit einigen Neuerungen aufwarten kann. Mein persönliches Highlight war jedoch der Besuch in den Microsoft Design Studios, in dem ich viel über die Arbeitsweise und Prozesse bei der Entstehung von Designs erfahren habe und einen Rundgang durch die Arbeitsräume machen durfte.

Im Laufe meines Besuchs festigte sich meine Meinung zu Windows 10 immer mehr. Microsoft geht mit der geräteübergreifenden Kompatibilität von Universal Apps einen Weg, der dazu führt, dass es sich zukünftig eben doch lohnt, Zeit und Geld in die Entwicklung von Windows Apps zu investieren. Denn plötzlich sind Anbieter in der Lage, eine riesige Bandbreite an Geräten mit nur einer App zu erreichen. Vom IoT Device mit einem kleinen oder gar keinem Screen über Phones, Tablets und PCs bis bin hin zur Xbox, dem Surface Hub oder der HoloLens – auf all diesen Geräten kann mit Windows 10 Universal Apps perspektivisch ein und dieselbe Applikation laufen. Aus technischer Sicht entstehen kaum extra Aufwände durch die Kompatibilität zwischen den Geräteklassen, das User Interface darf hierbei allerdings nicht aus den Augen gelassen werden. Denn die Anforderungen an die Nutzeroberfläche unterscheiden sich durchaus zwischen den Geräten. Diese auf den spezifischen Anwendungsfall zu optimieren ist und bleibt essentiell. Und grade deshalb ist der Weg, den Microsoft mit Windows 10 geht so spannend für uns als Agentur, die sich auf die Gestaltung geräteübergreifender User Experience spezialisiert.

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